Gestern bin ich hier angekommen. Außer ein bisschen einzukaufen, war nicht viel.
Heute war dann Sightseeing in Washington dran. Im Wesentlichen habe ich die Sehenswürdigkeiten an der National Mall abgearbeitet: Washington Monument, World War II Memorial, Lincoln Memorial, Capitol. Außerdem musste ich natürlich beim Hard Rock Cafe vorbeischauen. Essen war ich dann abends aber woanders. Als es dunkel war, bin ich nochmal zurück zum Capitol, um ein paar Nachtfotos zu machen.
Blick von der Spitze des Washington Monument (aus 150 m Höhe): Das
Weiße Haus sowie World War II Memorial und Lincoln Memorial
Vom Lincoln Memorial Richtung Washington Monument
Als ich gestern beim Capitol war, hatte ich erfahren, dass die Karten für die Führungen morgens ab 9 Uhr für den ganzen Tag ausgegeben werden. Man bekommt immer Tickets für eine bestimmte Uhrzeit. Also wollte ich es heute versuchen, mir mal das Capitol anzusehen. Immerhin habe ich es geschafft, um 7:15 aufzustehen. Aber als ich dann am Capitol war, war es schon nach 9:15, eher 9:30. Und es stand natürlich schon eine Schlange an der Ticketausgabe. Ich hoffte dass es nicht so wie bei der Berlinale läuft, wo es immer zu wenig Karten gibt. Es ging recht schnell voran, weil die Tickets kostenlos sind, muss ja nicht mit Wechselgeld hantiert werden. Aber als es bei einer Schülergruppe ein paar Leute vor mir nicht mehr für alle Karten gab, dachte ich schon, dass ich umsonst angestanden hatte. Für die 7er-Gruppe direkt vor mir gab es auch nicht mehr Karten für die gleiche Führung, so dass die sich aufteilen mussten. Und nach denen, also als ich gerade am Schalter stand, fing die Kartenausgeberin an, die Schilder in die Fenster zu stellen, dass die Tickets für heute weg sind. Hmm. Aber es war doch noch nicht ganz alles weg. Zwei einzelne Karten gab es noch. Reicht ja, ich brauche ja nur eine. Damit hatte ich die vorletzte für heute ergattert.
Aber erst für 13:15, und es war erst 9:45. Irgendwie musste ich die Zeit überbrücken. Erst noch woanders hinfahren wollte ich nicht, da dann mein Parkplatz weg wäre - und gegen 13 Uhr ist immer alles vollgeparkt. Also habe ich mich für Kultur entschieden und bin in die National Gallery of Art gegangen. Die machte zufällig um 10:00 auf, kurz nach 10 war ich da. Die aktuelle Sonderausstellung war mit Bildern von J.M.W. Turner. Ansonsten gibt es dort u.a. Bilder von Rembrandt, Monet, Manet, van Gogh und eins von da Vinci.
Rechtzeitig vor der Capitol-Fürung war ich durch. Eine halbe Stunde war noch Zeit. Aber ein paar Minuten braucht man auch bis rüber zum Capitol Hill. Die Zeit reichte nicht, um noch die Hopper-Ausstellung im Nachbargebäde anzusehen.
Vor dem Capitol muss man erstmal durch eine Sicherheitskontrolle mit Regelungen ähnlich wie bei Flug-Handgepäck. Nur dass hier Flüssigkeiten überhaupt nicht erlaubt sind (Essen auch nicht, aber das hat wohl nicht nur was mit Sicherheit zu tun...). Drinnen sieht man dann ein paar der öffentlichen Räume, z.B. das Innere der großen Kuppel. Man kann sogar auf die Galerie im Saal des Repräsentantenhauses - nach einer weiteren Sicherheitskontrolle, wo man alle elektronischen Geräte, Fotoapparate etc. abgeben muss. Es lief sogar eine Sitzung. Aber die muss höchst unwichtig gewesen sein. So leer wie das war. Da waren wahrscheinlich mehr Besucher als Abgeordnete.
Im U.S. Capitol und Blick von der Terrasse.
Nach der Führung habe ich mich dann auf den Weg raus aus Washington gemacht und übernachte heute in Winchester, Virginia.
Der erste Teil der Tour heute ging nach West Virginia, hauptsächlich, um den Bundesstaat "abzuhaken". Die Schleife führte durch Höhenzüge der Appalachen. Leider war alles wolkenverhangen und es regnete immer leicht.
Der Hauptteil heute sollte durch den Shenandoah Natonal Park gehen. Der Skyline Drive durch den Park führt auf dem Kamm einer Appalachen-Bergkette entlang. Immer wieder gibt es (wahrscheinlich schöne) Aussichtspunkte. Ich sage "wahrscheinlich", weil heute nix war mit Aussicht. Es war halt alles wolkenverhangen und das bedeutete, dass man oft durch Nebel gefahren ist. Im Bereich ab etwa 1000 m Höhe war alles verschneit. Der Schnee taute aber schon wieder, es war noch über 0 Grad.
Am Besucherzentrum des Nationalparks
Hinter dem Baum wäre eigentlich ein Ausblick ins Tal
Winterlich und Nebel auf dem Skyline Drive
Heute war endlich mal super Wetter: die Sonne schien und dadurch war es auch gleich wärmer. Da die Tour heute wieder auf der Bergkette weiter ging, war das so wesentlich besser. Der Blue Ridge Parkway verbindet die zwei Nationalparks Shenandoah (gestrige Nebeltour) und Great Smoky Mountains (morgen). Es gibt einige schöne Aussichtspunkte und zur Zeit ist das Laub der Bäume herbstlich bunt gefärbt - oder schon abgefallen. Es war eine schön entspannt Fahrt, da die Straße kaum Kreuzungen hat und wenig Verkehr war.
Übernachtet hatte ich in Hillsville, gerade noch in Virginia. Heute ging es dann weiter auf dem Blue Ridge Parkway durch North Carolina. Kurz vor Asheville musste ich wegen einer Umleitung runter, ansonsten war ich nur auf dem Parkway unterwegs. Als es schon dunkel war, habe ich den Great Smoky Mountains Nationalpark erreicht - und durchquert, um in Gatlinburg, Tennessee Station zu machen. Morgen werde ich wieder in den Nationalpark fahren, wenns hell ist...
Ausblick vom Blue Ridge Parkway
Sonnenuntergang über der Blue Ridge
Für die Berge der Great Smoky Mountains war es heute wieder einmal zu trübe. Die höher gelegenen Bereiche steckten in den Wolken. Deshalb habe ich Wandereungen dort oben ausgelassen und bin stattdessen weiter unten zu einem Wasserfall gelaufen.
Great Smoky Mountains, Laurel Fall
Auf der Südseite des Nationalparks liegt der Ort Cherokee. Dort habe ich mir kurz das Casino angesehen. Spielautomaten wie in Las Vegas. Und ein paar Black-Jack-Tische. Eigentlich wollte ich ein, zwei Dollar in die Automaten versenken, aber die wollten meine Scheine nicht. Man muss zuerst eine Chipkarte reinstecken. Und die bekommt man nur mit Registrierung. Aber meine persönlichen Daten wollte ich denen nun nicht geben.
Die restliche Tour ging dann weiter durch North Carolina rüber nach Georgia bis Atlanta.
Georgia State Capitol in Atlanta
Zwar bin ich morgens nochmal durch Downtown Atlanta gefahren, aber habe nicht angehalten und habe auch keine Fotos gemacht. So richtig lohnenswert fand ich es nicht.
Ein Stück der Tour nach Savannah bin ich über Land gefahren (statt
Autobahn). Da lag z.B. Montecito auf dem Weg:
Den größten Teil der Strecke habe ich dann aber doch die schnelle Variante Autobahn bevorzugt. Sonst wäre ich erst im Dunkeln in Savannah angekommen. So war ich gegen 16 Uhr am - schon vorher reservierten - Hotel. Dort habe ich schnell eingecheckt und bin gleich wieder ins Auto, um zum Strand zu fahren. Denn heute war richtig gutes Wetter: über 20 Grad und sonnig. Also wollte ich unbedingt kurz im Atlantik baden. Ich war auch noch vor Sonnenuntergang da (in Tybee Beach). 5 Minuten habe ichs im Wasser ausgehalten, bei 17,5 Grad Wassertemperatur.
Sonnenuntergang. Um das Foto zu machen, bin ich nochmal mit dem Apparat in
der Hand bis zu den Knien ins Wasser.
Leider geht hier die Sonne nicht über dem Meer unter. Ist halt die
Ostküste.
Brücke über den Savannah River.
Um etwas zu sehen von Savannah und dabei nicht alles zu Fuß laufen zu müssen, habe ich eine Stadtrundfahrt gemacht, bei der man auch zwischendurch aussteigen kann und mit dem nächsten Bus weiterfahren.
War es während der Tour noch sonnig, so zogen gegen Ende Wolken auf und es regnete kurz. Dadurch sehen die Bilder vom Savannah-Fluss recht düster aus.
Savannah River. Das Containerschiff passt durch die Brücke!
Auf der dann folgenden Autofahrt durch South Carolina wurde es aber wieder besser. Nur so warm wie gestern wurde es heute nicht. An zwei historischen Plantagen habe ich Stopp gemacht. Bei der Boone Plantation konnte man das Haupthaus besichtigen (das wurde allerdings in den 1940ern neu gebaut an der Stelle des alten Hauses). Außerdem waren noch einige der Häuser erhalten, die Anfang des 19. Jahrhunderts die Sklaven beherbergten.
Haupthaus und alte Sklavenhäuser der Boone Plantation
Bei der Hampton Plantation steht noch ein altes Haupthaus aus dem 18.
Jahrhundert:
Nach den beiden Stopps war das nächste Ziel das Hard Rock Cafe in
Myrtle Beach. Als ich dort ankam, war es schon dunkel. Ich habe dort gegessen.
Der Kellner sagte, als er meine Kreditkarte nahm, dass es am Strand ein
"Bodo's Restaurant" gibt. Also bin ich da noch vorbeigefahren, um wenigstens
ein Foto zu machen, dann aber gleich weiter nach North Carolina, um
Washington weiter näher zu kommen.
Bodo's German Restuarant & Pub in Myrtle Beach
Von Dunn, North Carolina bin ich heute zurück nach Washington gefahren. Größtenteils Autobahn. Nur einen Abstecher zu einer weiteren historischen Plantage habe ich noch gemacht. Die Shirley Plantation bei am James River bei Williamsburg, Virginia ist schon seit über 260 Jahren im Besitz der gleichen Familie. Der Bau des Haupthauses begann 1723.
Damit ist die Reise so gut wie beendet. Morgen geht es noch zum Flieger und dann über Zürich zurück nach Berlin.









